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Erste Sattelzugmaschine mit CNG-Antrieb

In Zeiten, in denen über umweltschonende Mobilität und Dieselfahrverbote diskutiert wird, setzt RKI ein deutliches Zeichen: Die neue 440 PS starke Sattelzugmaschine des Herstellers IVECO ist mit alternativem Kraftstoffantrieb ausgerüstet. CNG (Compressed Natural Gas) – so die korrekte Bezeichnung des hochkomprimierten Erdgases im Expertenjargon – sorgt dafür, dass die Umweltbilanz für das Fahrzeug ausgesprochen positiv ausfällt. Das hochkomprimierte Erdgas befindet sich in Druckspeichern im Fahrzeug.  „CNG besteht überwiegend aus Methan (CH4), der einfachsten Kohlenstoffmolekülkette, bestehend aus einen Kohlenstoff-Atom und vier Wasserstoffatomen, es hat damit den niedrigsten Kohlenstoffanteil aller kohlenwasserstoffhaltigen Kraftstoffe“, informiert RKI-Fuhrparkleiter Stefan Grosse über die Zusammensetzung des umweltfreundlichen Stoffs. Der kann nicht nur überall dort gewonnen werden, wo Erdöl gefördert wird, sondern kann auch mit Hilfe von Windenergie künstlich erzeugt werden. Dazu wird als Grundbaustein die überschüssige Strommenge genutzt, die aktuell von Windrädern nicht in das Verbrauchernetz eingespeist werden kann.

Rund 40 Tonnen Gesamtgewicht bringen die RKI-Transporte mit Stahlprodukten auf die Waage. Eingesetzt wird das Fahrzeug von RKI-Berufskraftfahrer Camillo Hoefler vor allem auf der Strecke zwischen Mannheim und Zielen im Ruhrgebiet.

„Wir haben uns in der Vergangenheit bereits mit den unterschiedlichsten umweltschonenden Antriebsmöglichkeiten für unsere Transporte beschäftigt und haben nun konsequent in diesen Bereich investiert“, freut sich Stefan Grosse über den Zugang im Fuhrpark.

Inzwischen gibt es rund 900 Tankstellen in Deutschland, an denen CNG vertrieben wird: Tendenz steigend. Weiterer positiver Nebeneffekt: Das mit Erdgas betriebene Fahrzeug ist deutlich leiser als ein Dieselmotor. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Fuhrpark nach positiven Erfahrungen mit dieser Antriebsart künftig weiter in diese Richtung entwickeln können“, so Stefan Grosse. Derzeit wird bereits daran gedacht, am Stammsitz in Duisburg eine Erdgas-Tankstelle zu betreiben. Neben dem Umweltgedanken zählen für RKI auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte: Die Anschaffung wird staatlich gefördert, außerdem ist das Fahrzeug in den Jahren 2019 und 2020 von Straßenmautgebühren in Deutschland befreit. Nach diesem Zeitraum gibt es pro gefahrenem Autobahnkilometer noch eine Mautgutschrift von 1,1 Cent wegen der nachhaltigen Emissionsreduktion dieser Antriebstechnologie .