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Langzeitpraktikum bei RKI bietet Gesamtschülern aus Hamborn echte Berufsorientierung

Seit Anfang Februar tauscht Neuntklässler Max Kleff einen Tag pro Woche die Schulbank gegen den Schreibtisch. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Hamborner Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule und der Rheinkraft International GmbH (kurz: RKI) absolviert der 14-Jährige an jedem Mittwoch ein Langzeitpraktikum bei dem Stahllogistiker an der Beecker Straße und nutzt so die Möglichkeit der frühen Berufsorientierung.

„Für mich ist das eine gute Gelegenheit, in einem Unternehmen unterschiedlichste Bereiche kennenzulernen – interessiert bin ich vor allem an den Tätigkeiten, bei denen Computer eingesetzt werden“, so Max Kleff. Für Max ist das nicht nur ein erstes Hineinschnuppern in den Arbeitsalltag, sondern eine handfeste Chance für seine Zukunft, die RKI ihm bietet. Denn nach beendetem Praktikum könnte er möglicherweise auch einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben. Eine klassische Win-Win-Situation, zeigt sich RKI-Ausbildungsleiter Aytekin Ünal von dem Schulpartnerschaftsmodell überzeugt: „Die Schüler erfahren, ob ihre Vorstellungen von einem Berufsbild mit der Realität übereinstimmen und wo ihre Stärken liegen. Wir als Unternehmen hingegen lernen unsere potenziellen Auszubildenden früh genug kennen.“ In Zeiten des viel beschriebenen Fachkräftemangels und der sinkenden Zahl passender Bewerber nutzt RKI die Chance, mit der Schulpartnerschaft den Mitarbeiternachwuchs möglichst frühzeitig ans Unternehmen zu binden. „Ausgebildet wird bei uns im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich“, informiert Aytekin Ünal.

Fahren kann Max den LKW noch nicht: Dafür weiß der 14-Jährige aber inzwischen, dass Rheinkraft vor allem Stahlprodukte transportiert. Foto: RKI

Für Karl Hußmann, Schulleiter der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule in Hamborn, bieten die Langzeitpraktika die optimale Gelegenheit, über ein kurzfristiges Praktikum hinaus wichtige Berufserfahrungen zu sammeln. „Das Projekt läuft jetzt im zweiten Jahr, insgesamt nehmen zwei Dutzend unserer Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichsten Bereichen mit Unterstützung von Eltern und Unternehmen an dem Projekt teil“, informiert Karl Hußmann. „Die ausgewählten Schüler müssen vor allem fleißig, freundlich und pünktlich sein“, weist er auf die erforderlichen Kerntugenden hin. Jeder Praktikant müsse sich drüber im Klaren sein, dass er in dem jeweiligen Unternehmen auch eine Rolle mit Vorbildcharakter übernimmt. „Ein schlechter Auftritt in einem der Partnerunternehmen wäre nicht nur für die Perspektive des Praktikanten, sondern auch für alle potenziellen Nachfolge-Praktikanten nicht gut“, fasst der Schulleiter zusammen. Seine Erfahrungen sind nach einem vollen Jahr positiv: „Ein Schüler hat bereits vorzeitig bei einem Partner einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Andere machen in der Zeit in den Betrieben einen richtigen Sprung nach vorn, der sich auch in der schulischen Entwicklung bemerkbar macht.“