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Stahllogistik im Wandel

Das 12. BranchenForum Stahl des VVWL NRW sowie des Logistikclusters NRW fokussierte insbesondere den prognostizierten Wandel in der Stahllogistik. Ein Wandel, dem Rheinkraft International mit Optimismus und Weitsicht begegnet.

Hohe Rohstoffpreise, eine schwache Konjunktur in Südeuropa, die unbeständige Lage auf den Finanzmärkten sowie Überkapazitäten in China: eine diffizile Situation für die gesamte Branche. Und dennoch sieht die europäische Stahlindustrie ihre Chancen in qualitativ hochwertigen und innovativen Stahlprodukten, wertsteigernden Serviceleistungen und schnelleren Lieferservices. Herausforderungen, die am 8. Mai zum Schwerpunktthema des 12. BranchenForum Stahl in Dortmund wurden – initiiert vom VVWL NRW und dem Logistik- cluster NRW. Mit dabei: die Rheinkraft International, vertreten durch Dirk Michael Müller (Geschäftsführer), Torsten Bartlakowski (Geschäftsführer RKS), Dirk Albert (Bereichsleiter Stahlhandel) sowie Christian Döring (Marketing & Vertrieb), der die Kerngedanken des Forums zusammenfasst: „In den Chancen der Stahlindustrie sehen wir unsere logistische Herausforderung. Wir brauchen also aufgrund kleinerer Bestellmengen und kürzerer Lieferzyklen eine höhere Flexibilität und kürzere Reaktionszeiten. Zeitgleich müssen wir neue logistische Standard- und Einzellösungen entwickeln, die für unsere Kunden einen nachvollziehbaren Mehrwert schaffen.“
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V.l.n.r.: Frank Löschmann, Leiter Logistik und Prokurist der Schmolz und Bickenbach Distributionslogistik GmbH,
Gerhard Holzmüller, Leiter Marktbereich Montan, DB Schenker Rail Deutschland AG,
Dr. Andreas Hucht, Geschäftsbereichsleiter Kontraktlogistik und Prokurist der Panopa Logistik GmbH,
Dirk Michael Müller, Geschäftsführer Rheinkraft International GmbH,
Andreas Witte, Manager Transport, ArcelorMittal Bremen GmbH,
Joachim Schürings, Teamkoordinator Einkauf/Logistik, ThyssenKrupp Steel Europe AG


Warenstrom-Dreher

Aktuell ist Rheinkraft zu 35 Prozent im Auftrag deutscher bzw. europäischer Stahlproduzenten und zu rund 20 Prozent im Bereich des Stahlhandels tätig. Christian Döring: „Nun prognostizieren die Experten ein globales Wirtschaftswachstum für die Stahlindustrie, und doch ist es nur ein statistischer Mittelwert. Tatsächlich steigt das Wachstum in Indien und China – Länder, die ihren Bedarf selbst decken. Inklusive Überproduktion.“ Sie sind es, die den europäischen Stahlmarkt mit Niedrigpreisen erreichen. Keine Frage: Die Warenströme drehen sich. Und nicht nur die Hafengesellschaften reagieren darauf, denn aufgrund vermehrter Importe mit dem Seeschiff Richtung Europa, erhöhen sich bereits heute die Umschlagkapazitäten an Häfen wie Hamburg, Rotterdam und Antwerpen. Die Stahlproduktion in Europa wird wiederum von der eigene Nachfrage abhängen, und die ist von schwierigen europa-typischen Rahmenbedingungen abhängig.

 

Nachhaltigkeit

RKI-Geschäftsführer Dirk Michael Müller nahm im Verlauf des BranchenForums auch an einer Podiumsdiskussion teil und sprach dort über den Wandel in der Stahldistributionslogistik: „Hier erwartet Logistikdienstleister im Bereich Straßentransport insbesondere das Problem des Fahrermangels, das auch einem schlechten Image des Berufsbildes geschuldet ist“, so Müller. Und genau das muss sich ändern! Rheinkraft International setzt an dieser Stelle schon seit geraumer Zeit auf eine gezielte Ansprache potenzieller Nachwuchskräfte, besucht Schulen und beteiligt sich an Ausbildungsmessen bzw. lädt Schülerinnen und Schüler ein und klärt umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten, Entwicklungschancen sowie über die Zukunftsaussichten von Kraftfahrern auf. Und noch ein Thema rückt zunehmend in den Fokus: die Nachhaltigkeit. „Dahinter verbergen sich mehrere Facetten, wie Personalrecruiting, Sicherheit, Umweltschutz und Energieeffizienz“, erklärt Döring. „Auch ich gehe davon aus, dass künftig das nachhaltige Supply-Chain-Netzwerk ein wahrer Wettbewerbsvorteil sein wird.“ Dies verlangt jedoch, dass Lieferanten, Produzenten, Händler, Verarbeiter und Logistikdienstleister gemeinsam an Nachhaltigkeitskriterien arbeiten, um darüber die Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen. Rheinkraft International lebt diesen Ansatz bereits: So folgte das gemeinsam mit den

Deutschen Edelstahlwerken entwickelte und patentierte System für eine optimierte Ladungssicherung bei Warmtransporten. Döring: „Neben den neuen Sicherungselementen für die Fixierung von Blöcken und Brammen, geht es hierbei auch um die neuen Hauben, die nicht nur leichter sind, sie isolieren auch besser. Durch die Gewichtseinsparung kann sich zum einen die Zuladungen erhöhen, was wiederum die Anzahl der Transporte reduziert. Zugleich sorgt die bessere Isolation dafür, dass der Stahl zur Weiterverarbeitung nicht so stark erhitzt werden muss. Also ein allseits sicheres und energiesparendes Werkzeug.“