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Ein Patent für die Sicherheit

Zur Arbeitsschutztagung im Haus der Technik präsentierten die Rheinkraft International und die Deutschen Edelstahlwerke gemeinsam ihr Patent für die optimierte Ladungssicherung bei Warmtransporten. Hierbei werden die Güter auf Trailern mit einer speziellen Isolierhaube transportiert.

Bereits 2009 erhielt Rheinkraft International in Zusammenarbeit mit den Deutschen Edelstahlwerken das Patent auf die optimierte Ladungssicherungpatent2.JPG bei Warmtransporten per LKW. Nun präsentierten beide Unternehmen auf der Arbeitsschutztagung im Essener Haus der Technik ihren gemeinsamen Weg bis zum Patent vor Unternehmern, Führungskräften, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit – kurz: vor einem Publikum, das sich intensiv mit der Arbeitssicherheit in der Stahlbranche beschäftigt. Für die Rheinkraft als Referent vor Ort: Stefan Grosse, Leiter Projektspedition und Technik.

Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Fragen zum Arbeitsschutz zu klären und Anregungen zu bieten, wie mit technischen und organisatorischen Maßnahmen Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können. „Unser Beispiel zeigt außerdem, dass Sicherheit nicht teuer sein muss. Das wollten wir dem Publikum in jedem Fall mit auf den Weg geben“, erklärt Grosse. Das gilt auch für die von RKI und den Deutschen Edelstahlwerken speziell entwickelten Systeme zum Heißtransport metallischer Körper (wie Brammen, Barren oder Schmiedestücke): Sie machen es möglich, das bis zu 800 Grad Celsius heiße Material zur Weiterverarbeitung von einer Produktionsstätte zur nächsten zu transportieren – und das, ohne das Gut erkalten zu lassen, denn hochwertige Edelstahlqualitäten könnten dabei ihre Eigenschaften verändern und letztlich unbrauchbar werden.
Gewinnbringende Konzeption
Die Verladung der bis zu 22 Tonnen schweren Stahlblöcke barg in der Vergangenheit auch Gefahrenquellen, die das patentierte Sicherheitssystem nun praktisch umgeht. „Das Geheimnis liegt in den Luftpolstern innerhalb der Konstruktion, die die Polygonal-
blöcke und Brammen so aufliegen lassen, dass sie sicher und formschlüssig gehalten werden.“ Das Verladepersonal muss also nicht mehr so nah an die heißen Blöcke herantreten, um diese beispielsweise mit Keilelementen zu sichern. Mit der Reduktion solch manueller Arbeitsschritte verringert sich auch die Gefahr von Verbrennungen oder Quetschungen.
Darüber hinaus bietet der neuartige Heißtransport noch weitere Vorteile:
• Vereinfachung der Ladungssicherungsarbeiten
• verringerte Rüstzeiten
• reduzierte Kosten durch eingesparte Hilfsmittel zur Ladungssicherung
• sichere Verladung und sicherer Transport von Produkten mit unterschiedlicher
Abmessung auf einem Auflieger
• erhöhtes Transportgewicht bei gleichem zulässigen Gesamtgewicht
• dadurch: reduzierter LKW-Verkehr
Interessanter Querverweis: Die Idee zu dieser Lösung ist übrigens auf einen Eierkarton zurückzuführen: Eine stabile Faserformverpackung, die mit höchster Stabilität einen optimalen Transportschutz bietet – und nun auch die Grundlage zum Schutz vor Verletzungen im Arbeitsalltag der Rheinkraft bildet.